Rundschreiben des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas

Rundschreiben des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, 16. Mai 1966

 

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Vorsitzender Mao weist auf folgendes hin: Die Vertreter der Bourgeoisie, die sich in die Partei, in die Regierung, in die Armee und in die verschiedenen Bereiche der Kultur eingeschlichen haben, sind ein Häuflein von konterrevolutionären Revisionisten; sie werden, sobald die Bedingungen dafür reif sind, die politische Macht an sich reißen und die Diktatur des Proletariats in eine Diktatur der Bourgeoisie umwandeln. Wir haben bereits einige dieser Leute durchschaut, aber manche noch nicht; manche genießen jetzt noch unser Vertrauen und werden zu unseren Nachfolgern ausgebildet, wie zum Beispiel Leute vom Schlage Chruschtschows, die noch neben uns nisten. Die Parteikomitees aller Ebenen müssen dieser Frage größte Aufmerksamkeit schenken.

Die derzeitige große Kulturrevolution ist nur die erste; es werden in der Zukunft unausbleiblich noch mehrere erfolgen. In den letzten paar Jahren sagte Genosse Mao Tsetung wiederholt: Die Frage, wer wen in der Revolution besiegt, wird erst in einem sehr langen historischen Zeitraum entschieden werden können. Behandelt man diese Angelegenheit nicht richtig, ist es jederzeit möglich, daß der Kapitalismus restauriert wird. Alle Parteimitglieder und das gesamte Volk in unserem Lande dürfen nicht annehmen, daß nach ein oder zwei großen Kulturrevolutionen, oder auch drei oder vier, alles in schönster Ordnung sein werde. Wir müssen uns aufs äußerste in acht nehmen, und unsere Wachsamkeit darf nie nachlassen.


I
Die Kommunistische Partei

II
Ein grossartiges historisches Dokument

 

Anmerkungen

 


I

Die Kommunistische Partei

An die Regionalbüros des Zentralkomitees, die Parteikomitees aller Provinzen, Städte und autonomen Gebiete, die Abteilungen und Kommissionen beim Zentralkomitee, die Parteigruppen führender Funktionäre und die. Parteikomitees in den Regierungsstellen und Massenorganisationen sowie die Politische Hauptabteilung der Volksbefreiungsarmee:

Das Zentralkomitee hat beschlossen, „Den Zusammengefaßten Bericht der für die Kulturrevolution verantwortlichen Fünfer-Gruppe über die gegenwärtige akademische Diskussion“, der am 12. Februar 1966 zur Verteilung genehmigt wurde, zurückzuziehen, die bisher für die Kulturrevolution verantwortliche Fünfer-Gruppe“ und ihre Büros aufzulösen und eine neue, dem Ständigen Ausschuß des Politbüros unmittelbar unterstehende Kulturrevolutionsgruppe zu bilden. Der sogenannte „Zusammengefaßte Bericht“ der „Fünfer-Gruppe“ ist von Grund auf falsch. Er ist der vom Zentralkomitee und Genossen Mao Tse-tung aufgestellten Linie der sozialistischen Kulturrevolution und den auf der 10. Plenartagung des VIII. Zentralkomitees der Partei im Jahre 1962 formulierten Leitprinzipien zur Frage der Klassen und des Klassenkampfes in der sozialistischen Gesellschaft entgegengesetzt. In dieser Zusammenfassung billigt man zwar vorgeblich die von Genossen Mao Tse-tung persönlich eingeleitete und geführte große Kulturrevolution und die von ihm auf der Arbeitskonferenz des Zentralkomitees vom September/ Oktober 1965 (d. h. auf der Sitzung des Ständigen Ausschusses des Politbüros des Zentralkomitees, der auch die verantwortlichen Genossen aller Regionalbüros des Zentralkomitees beiwohnten) gegebenen Weisungen zur Kritik an Wu Han, tritt aber in Wirklichkeit gegen sie auf und leistet ihnen hartnäckigen Widerstand.

Der sogenannte Zusammengefaßte Bericht der „Fünfer-Gruppe“ ist in Wirklichkeit einzig und allein Peng Dschens Zusammenfassung. Er braute sie entsprechend seinen eigenen Ideen und hinter dem Rücken des Genossen Kang Scheng, eines Mitgliedes der „Fünfer-Gruppe“, und anderer Genossen zusammen. Bei der Handhabung dieses Dokuments, das wichtige Fragen der Gesamtlage der sozialistischen Revolution betrifft, hat Peng Dschen innerhalb der „Fünfer-Gruppe“ darüber überhaupt keine Diskussion abgehalten, noch sich die Meinungen der anderen Mitglieder angehört. Er ersuchte nicht ein einziges örtliches Parteikomitee um seine Meinung und gab nicht klar zu verstehen, daß die Zusammenfassung einer Prüfung durch das Zentralkomitee bedürfe, um als dessen offizielles Dokument zu gelten. Noch weniger hatte er die Billigung von Genossen Mao Tse-tung, dem Vorsitzenden des Zentralkomitees. Er bediente sich einer äußerst ungeziemenden Methode, handelte eigenmächtig, mißbrauchte seine Befugnisse, usurpierte den Namen des Zentralkomitees und beeilte sich, die Zusammenfassung in der ganzen Partei zu verbreiten.

Die Hauptfehler des Zusammengefaßten Berichtes sind die folgenden:

1) In der Zusammenfassung geht man vom bürgerlichen Standpunkt aus, betrachtet die Lage und den Charakter der gegenwärtigen akademischen Kritik durch die Lupe der bürgerlichen Weltanschauung und verdreht völlig die Beziehungen zwischen dem Feind und uns, indem man den Feind an unsere Stelle setzt. Unser Land steht jetzt vor einem Aufschwung in der großen proletarischen Kulturrevolution. Dieser Aufschwung ist ein machtvoller Sturm auf alle dekadenten ideologischen und kulturellen Positionen, die noch von der Bourgeoisie und den Überresten des Feudalismus gehalten werden. Anstatt die ganze Partei dazu zu ermutigen, die breiten Massen der Arbeiter, Bauern und Soldaten sowie die Kämpfer für eine proletarische Kultur kühn zu mobilisieren, damit sie weiter vorwärtsstürmen können, tut man in der Zusammenfassung alles mögliche, um diese Bewegung nach rechts zu zerren. Mit verworrenen, sich widersprechenden und heuchlerischen Worten wird in dieser Zusammenfassung der heftige Klassenkampf, der gegenwärtig an der kulturellen und ideologischen Front vor sich geht, verschleiert. Insbesondere wird das Ziel dieses großen Kampfes verdunkelt, das in einer Kritik an Wu Han und einer beträchtlichen Anzahl von anderen parteifeindlichen und antisozialistischen Vertretern der Bourgeoisie und in ihrer Verurteilung besteht (es gibt eine gewisse Anzahl von solchen Vertretern der Bourgeoisie im Zentralkomitee, in allen Institutionen auf zentraler Ebene sowie auf der Ebene der Provinzen, Städte und autonomen Gebiete). Indem man in der Zusammenfassung die von Vorsitzendem Mao wiederholt hervorgehobene Tatsache, daß der Kernpunkt im Theaterstück Wu Hans „Hai Jui wird seines Amtes enthoben“ die Frage der Amtsenthebung ist, nicht erwähnt, wird der ernste politische Charakter dieses Kampfes vertuscht.

2) Diese Zusammenfassung läuft der grundlegenden marxistischen These, daß jeder Klassenkampf ein politischer Kampf ist, zuwider. Erst als die Presse begann, die im Theaterstück Wu Hans „Hai Jui wird seines Amtes enthoben“ enthaltenen politischen, Fragen zu berühren, erklärten die Verfasser der Zusammenfassung: „Die, Diskussion in der Presse sollte nicht auf politische Fragen, .beschränkt werden; man muß die verschiedenen akademischen und theoretischen Probleme, die damit verbunden sind, gründlich durchsprechen.“ Hinsichtlich der Kritik an Wu Han erklärten sie bei verschiedenen Gelegenheiten, es sei verboten, vom Kernpunkt dieser Angelegenheit zu sprechen, nämlich von der Amtsenthebung der rechten Opportunisten auf der Luschan-Konferenz von 1959 und von der parteifeindlichen und antisozialistischen Tätigkeit Wu Hans und der anderen. Genosse Mao Tse-tung hat uns oft gesagt, daß der ideologische Kampf gegen die Bourgeoisie ein langwieriger Klassenkampf ist, der nicht durch eine eilig gezogene politische Schlußfolgerung entschieden werden kann. Aber Peng Dschen verbreitete absichtlich Gerüchte und sagte vielen Leuten, Vorsitzender Mao wäre der Ansicht, daß bezüglich der Kritik an Wu Han nach zwei Monaten eine politische Schlußfolgerung gezogen werden könnte. Peng Dschen sagte auch, daß die politischen Fragen erst zwei Monate später erörtert werden sollten. Sein Ziel war es, den politischen Kampf auf dem Gebiet der Kultur in den Bereich der von der Bourgeoisie oft befürworteten, sogenannten „rein akademischen“ Diskussionen zu bringen. Es ist ganz klar, daß damit die Forderung, die Politik des Proletariats an, die Spitze zu stellen, bekämpft wird und daß man im Gegenteil die Politik der Bourgeoisie an die Spitze stellen will.

3) In der Zusammenfassung wird besonderer Nachdruck auf das sogenannte „Blühenlassen“ gelegt. Mit einem solchen versteckten Trick entstellt man jedoch von Grund auf den Kurs des „Blühenlassens“, über den Genosse Mao Tse-tung auf der Landeskonferenz der Partei über Propagandaarbeit im März 1957 gesprochen hat, und negiert den Klasseninhalt des „Blühenlassens“. Gerade bei der Behandlung dieser Frage wies Genosse Mao Tse-tung auf folgendes hin: „Wir werden noch einen langwierigen Kampf gegen die bürgerlichen und kleinbürgerlichen Ideologien zu führen haben. Diese Sachlage nicht zu verstehen und auf den ideologischen Kampf zu verzichten wäre ein Fehler. Alle irrigen Gedanken, alles giftige Unkraut und alle finsteren Mächte müssen kritisiert werden, und wir dürfen unter keinen Umständen zulassen, daß sie sich beliebig ausbreiten.“ [1]

Er sagte auch: „`Blühenlassen‘ bedeutet, daß man alle Menschen ihre Meinungen offenherzig zum Ausdruck bringen läßt, daß man sie ermutigt zu sprechen, zu kritisieren und zu debattieren.“ [2] In dieser Zusammenfassung setzt man jedoch das „Blühenlassen“ der Enthüllung des reaktionären Standpunktes der Bourgeoisie durch das Proletariat entgegen. Das sogenannte „Blühenlassen“, wie es in der Zusammenfassung befürwortet wird, ist bürgerliche Liberalisierung, es erlaubt nur der Bourgeoisie, ihre Meinungen „blühenzulassen“, gestattet aber nicht dem Proletariat, seine Meinung zu äußern und die Bourgeoisie zurückzuschlagen; mit anderen Worten: Es ist ein Schutzschild für derartige reaktionäre Vertreter der Bourgeoisie wie Wu Han. Dieses „Blühenlassen“ in der Zusammenfassung ist gegen die Ideen Mao Tse-tungs und entspricht den Bedürfnissen der Bourgeoisie.

4) Als wir begannen, die wahnwitzigen Angriffe der Bourgeoisie mit einer Gegenoffensive zu beantworten, gaben die Verfasser des Zusammengefaßten Berichtes die Losung aus: „Vor der Wahrheit sind alle gleich‘ . Das ist ein bürgerliches Schlagwort. Sie benützen dieses Schlagwort, um die Bourgeoisie zu schützen, das Proletariat zu bekämpfen, sich dem Marxismus-Leninismus und den Ideen Mao Tse-tungs entgegenzustellen und den Klassencharakter der Wahrheit von Grund auf abzustreiten. Beim Kampf zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie, zwischen der Wahrheit des Marxismus und den Absurditäten der Bourgeoisie und aller anderen Ausbeuterklassen handelt es sich darum, ob der Ostwind den Westwind besiegt oder umgekehrt. Hier kann von Gleichheit überhaupt keine Rede sein. Ist denn eine Gleichheit statthaft in solch grundlegenden Fragen wie: der Kampf des Proletariats gegen die Bourgeoisie, die Diktatur des Proletariats über die Bourgeoisie, die Diktatur des Proletariats im Bereich des Überbaus, einschließlich der verschiedenen Gebiete der Kultur, die fortwährende Säuberung der Kommunistischen Partei von Vertretern der Bourgeoisie, die sich in sie eingeschlichen haben und „rote Fahnen“ gegen die rote Fahne schwingen, durch das Proletariat usw. usf.? Jahrzehntelang haben die alten sozialdemokratischen Parteien und seit mehr als einem Jahrzehnt die modernen Revisionisten dem Proletariat niemals irgendwelche Gleichheit mit der Bourgeoisie erlaubt. Sie leugnen völlig, daß die Jahrtausende alte Geschichte der Menschheit eine Geschichte von Klassenkämpfen ist, sie negieren völlig den Klassenkampf des Proletariats gegen die Bourgeoisie, die Revolution des Proletariats gegen die Bourgeoisie und die Diktatur des Proletariats über sie. Sie sind im Gegenteil treue Lakaien der Bourgeoisie und des Imperialismus und klammern sich gemeinsam mit diesen an das ideologische System der Unterdrückung und Ausbeutung des Proletariats durch die Bourgeoisie und an das kapitalistische Gesellschaftssystem, während sie das ideologische System des Marxismus-Leninismus und das sozialistische Gesellschaftssystem bekämpfen. Sie sind ein Haufen antikommunistischer volksfeindlicher Konterrevolutionäre. Ihr Kampf gegen uns geht auf Leben und Tod, es kann in ihm von keinerlei Gleichheit die Rede sein. Daher ist unser Kampf gegen sie ebenfalls unvermeidlich ein Kampf auf Leben und Tod, und unsere Beziehung zu ihnen kann absolut nicht die einer Gleichheit sein, sondern nur die der Unterdrückung einer Klasse durch eine andere, d. h. eine Beziehung, bei welcher das Proletariat die Alleinherrschaft oder die Diktatur über die Bourgeoisie ausübt, nicht aber irgendeine andere Beziehung, wie z. B. die einer angeblichen Gleichberechtigung, einer friedlichen Koexistenz zwischen ausgebeuteten und ausbeutenden Klassen, oder ein Verhältnis von Humanität und Hochherzigkeit, usw. usf.

5) In der Zusammenfassung heißt es: „Es ist nicht nur notwendig, die andere Seite politisch zu schlagen, sondern man muß sie auch hinsichtlich des wissenschaftlichen und fachlichen Niveaus wirklich übertreffen und besiegen, und zwar in großem Ausmaß.“ Diese Ideen, die auf akademischem Gebiet keine Klassengrenzen ziehen, sind ebenfalls äußerst falsch. Die Wahrheit über akademische Fragen, die Wahrheit des Marxismus-Leninismus, der Ideen Mao Tse-tungs, die sich das Proletariat zu eigen gemacht hat, hat die „Wahrheiten“ der Bourgeoisie längst in weitem Ausmaß übertroffen und besiegt. Diese Formulierung in der Zusammenfassung beweist, daß ihre Verfasser die sogenannten „,akademischen Autoritäten“ der Bourgeoisie zu preisen und ihr Prestige zu heben versuchen und daß sie den kämpferischen, neu hervorgetretenen Kräften, die das Proletariat in den akademischen Kreisen repräsentieren, feindselig entgegentreten und sie unterdrücken.

6) Vorsitzender Mao Tse-tung hat oft gesagt: Ohne Zerstörung kann es keinen Aufbau geben. Zerstörung bedeutet Kritik und Revolution. Um das Alte zu zerstören, muß man Argumente vorbringen, und argumentieren heißt Neues aufbauen. Stellt man die Zerstörung voran, steckt der Aufbau schon drin. Der Marxismus-Leninismus, die Ideen Mao Tse-tungs, waren im Verlauf des Kampfes zur Zerstörung des bürgerlichen ideologischen Systems entstanden und haben sich dabei ständig entwickelt. In dieser Zusammenfassung wird jedoch betont, daß „es ohne Aufbau keine wirkliche und gründliche Zerstörung geben kann“. In Wirklichkeit will man damit verbieten, die bürgerliche Ideologie auszurotten und die proletarische Ideologie aufzubauen. Das ist den Ideen des Vorsitzenden Mao Tse-tung diametral entgegengesetzt, läuft dem revolutionären Kampf, den wir an der Kulturfront zur schonungslosen Zerstörung der bürgerlichen Ideologie führen, zuwider und verbietet dem Proletariat, Revolution zu machen.

7) In der Zusammenfassung wird ausgeführt, daß „wir uns nicht wie akademische Despoten benehmen dürfen, die stets eigenmächtig handeln und die anderen durch ihre Stellung und Macht zu unterdrücken versuchen“, und daß „wir uns davor hüten sollen, daß die linken akademisch Schaffenden den Weg der bürgerlichen Spezialisten und akademischen Despoten einschlagen“. Was meint man denn eigentlich mit akademischen Despoten“? Wer sind die „akademischen Despoten“? Soll denn das Proletariat nicht Diktatur ausüben und die Bourgeoisie nicht besiegen? Soll denn die akademische Arbeit .des Proletariats nicht die der Bourgeoisie besiegen und beseitigen? Soll es denn als eine Tat von „akademischen Despoten“ betrachtet werden, wenn die akademische Arbeit des Proletariats die bürgerliche besiegt und beseitigt? In der Zusammenfassung richtet sich die Speerspitze gegen die proletarische Linke. Offensichtlich besteht das Ziel der Verfasser darin, die Marxisten-Leninisten als „akademische Despoten“ abzustempeln und dadurch die wirklichen, die bürgerlichen akademischen Despoten zu unterstützen und deren wankende Monopolstellung in den akademischen Kreisen zu schützen. In Wirklichkeit sind jene Leute in der Partei, die Machtpositionen innehaben und den kapitalistischen Weg gehen und die bürgerlichen akademischen Despoten unterstützen, jene Vertreter der Bourgeoisie, die sich in die Partei eingeschlichen haben und die bürgerlichen akademischen Despoten beschützen, wahrhaftige Parteidespoten großen Kalibers, die den Namen der Partei usurpiert haben, keine Bücher und Zeitungen lesen, keinen Kontakt mit den Massen haben, über keinerlei Wissen verfügen und ihre einzige Zuflucht darin sehen, „eigenmächtig zu handeln und die anderen durch ihre Stellung und Macht zu unterdrücken“.

8) Um ihre versteckten Ziele zu erreichen, fordern die Verfasser der Zusammenfassung eine „Ausrichtungsbewegung“ gegen die „standhaften Linken“, schaffen absichtlich Verwirrung, verwischen die Trennungslinie zwischen den Klassen und lenken die Menschen vom Kampfziel ab. Wenn sie so eilig diese Zusammenfassung herausgegeben haben, so verfolgten sie damit das Hauptziel, die proletarischen Linken anzugreifen. Sie waren darauf versessen, Material gegen die Linken zu sammeln, suchten nach allerlei Vorwänden, um den Linken Schläge zu versetzen, beabsichtigten ferner, unter dem Deckmantel einer „Ausrichtungsbewegung“ weitere Angriffe gegen sie zu unternehmen, und trachteten vergeblich danach, die Reihen der Linken zu zersetzen. Sie leisteten ganz offen Widerstand gegen den von Vorsitzendem Mao eindeutig festgelegten Kurs, die Linken zu schützen und zu unterstützen und Nachdruck auf die Organisierung und Verstärkung der Reihen der Linken zu legen. Andererseits verliehen sie den Vertretern der Bourgeoisie, den Revisionisten und Renegaten, die sich in die Partei eingeschlichen hatten, den Titel von „standhaften Linken“ und beschützten sie. Mit solchen Mitteln versuchen sie, die Arroganz der bürgerlichen Rechten zu steigern und das Ansehen der proletarischen Linken zu zerstören. Sie sind von Haß gegen das Proletariat und von Liebe zur Bourgeoisie erfüllt. Das ist die bürgerliche Auffassung von Brüderlichkeit, wie sie ,die Verfasser der Zusammenfassung haben.

9) Zu einer Zeit, da der neue heftige Kampf des Proletariats gegen die Vertreter der Bourgeoisie an der ideologischen Front eben erst beginnt, man sich aber auf vielen Gebieten und an vielen Orten ihm noch nicht angeschlossen hat, oder, wo dies geschehen ist, die überwiegende Mehrheit der Parteikomitees noch in sehr geringem Maße begriffen hat, wie dieser große Kampf zu führen ist, noch weit davon entfernt ist, ihn gewissenhaft und wirkungsvoll zu führen -in einer solchen Zeit jedoch wird in der Zusammenfassung wiederholt nachdrücklich betont, daß der Kampf „geleitet werden muß“, daß er mit „Sorgfalt“ und „Vorsicht“ und „nach Genehmigung durch die zuständigen führenden Organe“ geführt werden muß. All dies dient dazu, den proletarischen Linken viele Schranken zu setzen, viele Vorschriften und Tabus für sie festzulegen, damit ihnen Hände und Füße gebunden und der proletarischen Kulturrevolution alle möglichen Hindernisse in den Weg gelegt werden. Mit einem Wort, die Verfasser der Zusammenfassung konnten es kaum abwarten, die Bremsen anzuziehen und rachsüchtig einen Gegenangriff zu unternehmen. Hinsichtlich der Artikel, die von den proletarischen Linken zur Zurückschlagung der bürgerlichen reaktionären „Autoritäten“ verfaßt wurden, hegen sie bitteren Haß gegen die bereits veröffentlichten und unterdrücken die noch nicht veröffentlichten. Sie lassen jedoch allen finsteren Mächten freien Lauf, und seit vielen Jahren machen diese sich in unseren Zeitungen, unseren Radiosendungen, Zeitschriften, Büchern und Lehrbüchern, auf unseren Rednertribünen, in Literatur- und Kunstwerken, Filmen, Theaterstücken, in „Tjüyi“ [3] und in unserer bildenden Kunst, in Musik, Tanzkunst usw. breit; dabei befürworten die Verfasser des Zusammengefaßten Berichtes niemals die proletarische Führung und wollen nicht einmal eine Genehmigungspflicht. Aus diesem Vergleich ist wohl ersichtlich, welche Position sie in Wirklichkeit einnehmen.

10) Im gegenwärtigen Kampf geht es darum, ob man die Linie des Genossen Mao Tse-tung für die Kulturrevolution durchsetzt oder sich ihr entgegenstellt. Aber in der Zusammenfassung heißt es: „Wir werden durch diesen Kampf, geleitet von den Ideen Mao Tse-tungs, den Weg zur Lösung dieser Frage erschließen (Gemeint ist die gründliche Liquidierung der bürgerlichen Ideen auf akademischem Gebiet‘)“. In seinen Schriften „Über die Neue Demokratie“, „Reden bei der Aussprache in Yenan über Literatur und Kunst“, „Brief an das Theater für Peking-Opern in Yenan nach dem Besuch der Oper ,Gezwungen, sich den Rebellen auf dem Liang-Berg anzuschließen“, „Über die richtige Behandlung der Widersprüche im Volke“ und „Rede auf der Landeskonferenz der Kommunistischen Partei Chinas über Propagandaarbeit“ hat Genosse Mao Tse-tung uns, dem Proletariat, für die kulturelle und ideologische Front längst den Weg erschlossen. In der Zusammenfassung wird jedoch die Ansicht vertreten ‚ daß die Ideen Mao Tse-tungs uns noch keinen Weg eröffnet hätten und daß man erneut einen Weg erschließen müsse. Das Banner „geleitet von den Ideen Mao Tse-tungs“ als Tarnung benutzend, versucht die Zusammenfassung, einen den Ideen Mao Tse-tungs entgegengesetzten Weg zu eröffnen, nämlich den Weg des modernen Revisionismus, den Weg zur bürgerlichen Restauration.

Kurzum, diese Zusammenfassung wendet sich dagegen, daß die sozialistische Revolution bis zu Ende geführt wird, sie stellt sich gegen die Linie des von Genossen Mao Tse-tung geführten Zentralkomitees der Partei für die Kulturrevolution; sie versetzt den proletarischen Linken Schläge, nimmt die bürgerlichen Rechten in Schutz und bereitet dadurch die öffentliche Meinung auf die bürgerliche Restauration vor. Diese Zusammenfassung ist eine Widerspiegelung der bürgerlichen Ideologie in der Partei und ist durch und durch Revisionismus. Der Kampf gegen diese revisionistische Linie ist keinesfalls eine unbedeutende Sache, sondern eine große Sache von erstrangiger Bedeutung, die das Schicksal, die Perspektiven und das künftige Antlitz unserer Partei und unseres Staates sowie auch die Weltrevolution betrifft.

Die Parteikomitees aller Ebenen müssen die Durchführung des „Zusammengefaßten Berichtes der für die Kulturrevolution verantwortlichen Fünfer-Gruppe über die gegenwärtige akademische Diskussion“ unverzüglich einstellen. Die ganze Partei muß den Weisungen des Genossen Mao Tse-tung folgen, das große Banner der proletarischen Kulturrevolution hochhalten, den bürgerlichen reaktionären Standpunkt jener parteifeindlichen, antisozialistischen sogenannten „akademischen Autoritäten“ schonungslos aufzeigen, an den bürgerlichen reaktionären Ideen in akademischen Kreisen, Erziehungswesen, Journalistik, Literatur und Kunst sowie Verlagswesen gründliche Kritik üben, sie verurteilen und die Führung auf diesen Sektoren der Kultur erobern. Dazu ist es notwendig, gleichzeitig jene Vertreter der Bourgeoisie, die sich in die Partei, in die Regierung, in die Armee und in die verschiedenen Bereiche der Kultur eingeschlichen haben, zu kritisieren und zu verurteilen, sie hinauszuschaffen oder zum Teil auf andere Posten zu versetzen. Vor allem darf man diese Leute nicht mit der Führung der Kulturrevolution betrauen; tatsächlich gab und gibt es dennoch viele von ihnen, die diese Arbeit verrichten; das ist äußerst gefährlich.

Die Vertreter der Bourgeoisie, die sich in die Partei, in die Regierung, in die Armee und in die verschiedenen Bereiche der Kultur eingeschlichen haben, sind ein Häuflein von konterrevolutionären Revisionisten; sie werden, sobald die Bedingungen dafür reif sind, die politische Macht an sich reißen und die Diktatur des Proletariats in eine Diktatur der Bourgeoisie umwandeln. Wir haben bereits einige dieser Leute durchschaut, aber manche noch nicht; manche genießen jetzt noch unser Vertrauen und werden zu unseren Nachfolgern ausgebildet, wie zum Beispiel Leute vom Schlage Chruschtschows, die noch neben uns nisten. Die Parteikomitees aller Ebenen müssen dieser Frage größte Aufmerksamkeit schenken.

Dieses Rundschreiben soll zusammen mit dem vom Zentralkomitee am 12. Februar dieses Jahres verteilten, falschen Dokument bis hinunter zu den Kreisparteikomitees, den Parteikomitees der kulturellen Institutionen und den Parteikomitees der Armee auf Regimentsebene verteilt werden. Diese Komitees werden gebeten, eine Diskussion darüber zu entfalten, welches von den beiden Dokumenten eigentlich falsch und welches richtig ist, welche Ansichten sie selbst über diese Dokumente haben, und welches ihre Erfolge und Fehler sind.

 

II

Ein grossartiges historisches Dokument

Das Rundschreiben des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas vom 16. Mal 1966, dieses historische Dokument, das vor einem Jahr unter der persönlichen Leitung unseres großen Führers Genossen Mao Tse-tung ausgearbeitet wurde, ist ein großartiges marxistisch-leninistisches Dokument. Es ist nunmehr der Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht worden. In diesem Dokument werden die Theorie, die Linie, der Kurs und die Politik der großen proletarischen Kulturrevolution dargelegt, wodurch der tückische Plan der konterrevolutionären Revisionistenclique Peng Dschens, die große proletarische Kulturrevolution zu sabotieren und einen nutzlosen Versuch zu unternehmen, den Kapitalismus zu restaurieren, vereitelt wurde. Das Dokument ist ein weithin hallender Aufruf zum Vormarsch in der großen proletarischen Kulturrevolution.

Der „Zusammengefaßte Bericht“, den uns Peng Dschen im Februar vergangenen Jahres aufgetischt hat, stellt ein durch und durch revisionistisches Programm dar, ein Programm für die Restauration des Kapitalismus. Dadurch, daß dieses Programm aus dem Sack gelassen wurde, kam, die Verschwörung gegen die Partei und den Sozialismus, die von der Revisionistenclique Peng Dschens schon seit langer Zeit ausgeheckt worden war, kraß zum Vorschein. Das Rundschreiben riß der konterrevolutionären Revisionistenclique Peng Dschens die Maske vom Gesicht und führte zu ihrem Bankrott. Es bedeutete einen Einbruch in die Front der konterrevolutionären Revisionisten mit dem chinesischen Chruschtschow an der Spitze und brachte sie von da an in Verwirrung.

In dem unter der persönlichen Leitung des Genossen Mao Tse-tung ausgearbeiteten, großartigen historischen Dokument wurde der Marxismus-Leninismus schöpferisch weiterentwickelt und das Problem der Revolution unter der Diktatur des Proletariats gelöst.

Marx und Engels begründeten die Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus. Lenin und Stalin entwickelten den Marxismus weiter und lösten eine Reihe von Problemen der proletarischen Revolution in der Epoche des Imperialismus und beantworteten die theoretischen und praktischen Fragen, die bei Errichtung der Diktatur des Proletariats in einem Land auftauchten. Genosse Mao Tse-tung hat den Marxismus-Leninismus weiterentwickelt und eine Reihe von Problemen der proletarischen Revolution in der gegenwärtigen Epoche gelöst und die theoretischen und praktischen Fragen der Revolution unter der Diktatur des Proletariats und der Verhinderung einer Restauration des Kapitalismus beantwortet. Das sind drei monumentale Meilensteine in der Entwicklungsgeschichte des Marxismus.

Der Punkt, auf den sich der Klassenkampf unter der Diktatur des Proletariats konzentriert, ist nach wie vor das Problem der politischen Macht. Das heißt: Das Proletariat will seine Diktatur festigen und die Bourgeoisie diese Diktatur stürzen. Und unter den Vertretern der Bourgeoisie, die den aussichtslosen Versuch unternehmen, die Diktatur des Proletariats zu stürzen, sind diejenigen, die den größten Schaden anrichten, jene Leute in der Partei, die Machtpositionen innehaben und den kapitalistischen Weg gehen, die sich in die leitenden Organe der Partei und die politischen Machtorgane eingeschlichen haben und „rote Fahnen“ schwingen, um gegen die rote Fahne zu kämpfen.

Vorsitzender Mao wies in diesem großartigen historischen Dokument auf folgendes, hin:

„Eine gewisse Anzahl von solchen Vertretern der Bourgeoisie gibt es im Zentralkomitee, in allen Institutionen auf zentraler Ebene sowie auf der Ebene der Provinzen, Städte und autonomen Gebiete.“

Die ganze Partei muß „das große Banner der proletarischen Kulturrevolution hochhalten, den bürgerlichen reaktionären Standpunkt jener parteifeindlichen, antisozialistischen sogenannten akademischen Autoritäten‘ schonungslos aufzeigen, an den bürgerlichen reaktionären Ideen in akademischen Kreisen, Erziehungswesen, Journalistik, Literatur und Kunst sowie Verlagswesen gründliche Kritik üben, sie verurteilen und ,die Führung auf diesen Sektoren der Kultur erobern. Dazu ist es notwendig, gleichzeitig .jene Vertreter der Bourgeoisie, die sich in ;die Partei, in die Regierung, in die. Armee und in die verschiedenen Bereiche der Kultur ,eingeschlichen haben, zu kritisieren und, zu verurteilen, sie hinauszuschaffen oder zum Teil auf andere Posten zu versetzen.“

“ Die Vertreter der Bourgeoisie, die sich in die Partei, in die Regierung, in die Armee und in die verschiedenen Bereiche der Kultur eingeschlichen haben, sind ein Häuflein von konterrevolutionären Revisionisten; sie werden, sobald die Bedingungen dafür reif sind, die politische Macht an sich reißen und, die Diktatur des Proletariats in eine Diktatur der Bourgeoisie umwandeln. Wir haben bereits einige dieser Leute durchschaut,‘ aber manche noch nicht; manche genießen jetzt noch unser Vertrauen und werden zu unseren Nachfolgern ausgebildet, wie zum Beispiel Leute vom Schlage Chruschtschows, die noch neben uns nisten. Die Parteikomitees aller Ebenen müssen dieser Frage größte Aufmerksamkeit schenken.“

Die überaus bedeutsame Praxis der großen proletarischen Kulturrevolution, die seit einem Jahr durchgeführt wird, hat bewiesen, wie glänzend diese wissenschaftlichen Thesen des Vorsitzenden Mao sind!

Diese wissenschaftlichen Thesen sind das wegweisende Leuchtfeuer in der großen proletarischen Kulturrevolution und bei der Festigung der Diktatur des Proletariats; sie sind das wegweisende Leuchtfeuer, das den Übergang vom Sozialismus zum Kommunismus sichert.

Gibt es in einer sozialistischen Gesellschaft, insbesondere nachdem die sozialistische Umgestaltung des Eigentums an den Produktionsmitteln im wesentlichen abgeschlossen ist, noch Klassen und Klassenkampf? Steht bei allen Klassenkämpfen in der Gesellschaft das Problem des Kampfes um die politische Macht noch immer im Mittelpunkt? Müssen wir unter der Diktatur des Proletariats noch weiter Revolution machen? Gegen wen richtet sich unsere Revolution? Wie sollen wir die Revolution durchführen? Marx und Engels konnten zu ihrer Zeit diese Reihe wichtiger theoretischer Probleme nicht lösen. Lenin bemerkte, daß die niedergeschlagene Bourgeoisie, nachdem das Proletariat die Macht ergriffen hat, sogar noch stärker als das Proletariat bleibt und ständig versucht, ihre Restauration zu inszenieren. Gleichzeitig erzeugen die Kleinproduzenten unausgesetzt aufs neue den Kapitalismus und die Bourgeoisie, so daß die Diktatur des Proletariats dadurch bedroht wird. Um gegen diese konterrevolutionären Drohungen aufzukommen und für den Sieg über sie ist es notwendig, eine lange Zeit hindurch die Diktatur des Proletariats zu stärken. Einen anderen Weg gibt es nicht. Aber Lenin starb zu früh, um diese Probleme in der Praxis lösen zu können. Stalin war ein großer Marxist-Leninist; er beseitigte tatsächlich eine große Anzahl von konterrevolutionären Vertretern der Bourgeoisie, die sich in die Partei eingeschlichen hatten, wie Trotzki, Sinowjew, Kamenew, Radek, Bucharin, Rykow und ihresgleichen. Seine Schwäche bestand darin, in der Theorie nicht erkannt zu haben, daß während der ganzen geschichtlichen Epoche der Diktatur des Proletariats in der Gesellschaft Klassen und Klassenkampf fortbestehen, daß die Frage, wer wen in der Revolution besiegt, noch nicht endgültig entschieden ist und, wenn das alles nicht richtig behandelt wird, die Möglichkeit einer Restauration durch die Bourgeoisie besteht. Ein Jahr vor seinem Tod wurde Stalin dieses Punktes gewahr und erklärte, daß Widersprüche in der sozialistischen Gesellschaft existieren und diese Widersprüche sich, wenn man sie nicht richtig behandelt, zu antagonistischen verwandeln können. Genosse Mao Tse-tung hat den ganzen historischen Erfahrungen in der Sowjetunion große Aufmerksamkeit geschenkt. In einer ganzen Anzahl seiner großartigen Schriften und Weisungen sowie in diesem großartigen historischen Dokument und in der überaus bedeutsamen Praxis der von ihm persönlich eingeleiteten und geführten großen proletarischen Kulturrevolution hat er diese Reihe von Problemen richtig gelöst. Das ist das wichtigste Anzeichen dafür, daß der Marxismus in ein völlig neues Entwicklungsstadium eingetreten ist. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Marxismus zum Stadium des Leninismus. Gegenwärtig hat er sich zum Stadium der Ideen Mao Tse-tungs weiterentwickelt.

Vorsitzender Mao lehrt uns, daß das Hauptobjekt der Revolution unter der Diktatur des Proletariats die Vertreter der Bourgeoisie sind, die sich in den Apparat der Diktatur des Proletariats eingeschlichen haben, die Handvoll Leute in der Partei, die Machtpositionen innehaben und den kapitalistischen Weg gehen. Der Widerspruch zwischen der Handvoll Leute in der Partei, die Machtpositionen innehaben und den kapitalistischen Weg gehen, und den breiten Massen der Arbeiter Bauern und Soldaten, den revolutionären Kadern und revolutionären Intellektuellen ist der Hauptwiderspruch und ist ein antagonistischer Widerspruch. Der Kampf, durch den dieser Widerspruch gelöst wird, ist der konzentrierte Ausdruck des Kampfes zwischen den beiden Klassen -dem Proletariat und der Bourgeoisie – und zwischen den beiden Wegen – dem des Sozialismus und dem des Kapitalismus.Die Handvoll Leute in der Partei ‚ die Machtpositionen innehaben und den kapitalistischen Weg gehen, zu entlarven, ihre revisionistischen Waren der Öffentlichkeit zu zeigen, sie gründlich zu kritisieren und zu verurteilen, sie zu bekämpfen, zu stürzen und sie völlig in Mißkredit zu bringen, ihnen im Kampf die Macht zu entreißen –dies ist das Hauptproblem, das in der großen proletarischen Kulturrevolution gelöst werden soll.Darin besteht die Hauptorientierung des Kampfes, wir müssen uns strikt an sie halten.

Die von Vorsitzendem Mao in diesem Dokument erwähnte, noch neben uns nistende „Person vom Schlage Chruschtschows“ ist nun von den breiten Massen entlarvt worden. Dieser chinesische Chruschtschow ist der oberste Machthaber in der Partei, der den kapitalistischen Weg geht, und auch der Hauptvertreter der Bourgeoisie innerhalb des Apparats der Diktatur des Proletariats. Wie die jetzt aufgedeckten Tatsachen beweisen, ist dieser den kapitalistischen Weg gehende, oberste Machthaber in der Partei ein alter Opportunist. Vor dem Sieg im ganzen Lande war er gegen die Ergreifung der politischen Macht durch das Proletariat. Nach diesem Sieg kämpfte er gegen die Diktatur des Proletariats und gegen die sozialistische Revolution und wollte in China Kapitalismus betreiben. Nachdem die sozialistische Umgestaltung des Eigentums an den Produktionsmitteln im wesentlichen vollendet war, wollte er in China den Kapitalismus restaurieren. Es ist nun endgültig bewiesen, daß die konterrevolutionäre revisionistische „Februar-Zusammenfassung“ Peng Dschens von ihm unterstützt wurde und in Wahrheit auch sein Programm ist.

Welche Rolle hat er in der Massenbewegung der großen proletarischen Kulturrevolution gespielt? Er stand auf dem reaktionären Standpunkt der Bourgeoisie, übte eine Diktatur der Bourgeoisie aus und unterdrückte die schwungvolle Bewegung der großen proletarischen Kulturrevolution. Er stellte die Tatsachen auf den Kopf, machte aus schwarz weiß, kreiste die Revolutionäre ein und griff sie an, unterdrückte Meinungen, die von seiner verschieden waren, übte einen weißen Terror aus; mit all dem, was er tat, war er selbst sehr zufrieden. Er steigerte die Arroganz der Bourgeoisie und lähmte den Kampfwillen des Proletariats. Wie verwerflich ist das doch!

Nun ist es allen völlig klar: Die Hauptperson unter den konterrevolutionären Revisionisten, die, sobald die Bedingungen dazu reif wären, die politische Macht an sich reißen und die Diktatur des Proletariats in eine Diktatur der Bourgeoisie umwandeln würden, wie sie Vorsitzender Mao in diesem großartigen historischen Dokument erwähnt, ist niemand anders als eben dieser den kapitalistischen Weg gehende, oberste Machthaber in der Partei.

Daß die Handvoll Leute in der Partei, die oberste Machtpositionen innehaben und den kapitalistischen Weg gehen, ans helle Tageslicht gezerrt wurde, ist ein Ereignis von größter Bedeutung für das Schicksal unseres sozialistischen Staates und für die Zukunft der Weltrevolution. Es ist der wichtigste Erfolg der großen proletarischen Kulturrevolution. Die revolutionären Volksmassen in ganz China und in allen Ländern bejubeln einmütig diesen großartigen Sieg. Die Verschwörung der Imperialisten und der modernen Revisionisten, die den aussichtslosen Versuch unternehmen, durch ihre Agenten in China einen Umsturz herbeizuführen, hat mit einer überaus schweren Niederlage geendet.

Daß die Revisionistenclique in der Sowjetunion, dem ersten sozialistischen Land, die Führung in Partei und Staat usurpiert hat und den Kapitalismus restauriert, das ist die größte Lehre aus der Geschichte der Diktatur des internationalen Proletariats. Desgleichen hat sich auch in einigen anderen sozialistischen Ländern ereignet. Und eben deshalb, weil er die historischen Erfahrungen der Diktatur des Proletariats in der Welt zusammengefaßt hatte, mobilisierte unser großer Führer, Vorsitzender Mao, Hunderte Millionen zählende Volksmassen zu ,der nie dagewesenen, großen proletarischen Kulturrevolution, und damit ist die zuverlässigste Garantie geschaffen, daß unsere Partei und unser Staat nie die Farbe wechseln werden. Das ist das größte Verdienst, .das sich Genosse Mao Tse-tung -in Theorie und Praxis- um das Proletariat der ganzen Welt erworben hat.

Im Dokument wird die Auflösung der früheren „Fünfer-Gruppe für die Kulturrevolution“, die völlig von der konterrevolutionären Revisionistenclique Peng Dschens beherrscht war, bekanntgegeben. Es wird darin die Bildung einer neuen Kulturrevolutionsgruppe beim Zentralkomitee verkündet, die direkt dem Ständigen Ausschuß des Politbüros des Zentralkomitees der Partei untersteht. Das ist eine für die Durchführung der großen proletarischen Kulturrevolution bedeutungsvolle Maßnahme.

Die Veröffentlichung dieses großartigen historischen Dokumentes ist ein wichtiges Ereignis im politischen Leben unseres Landes wie auch für die internationale kommunistische Bewegung.

Bisher haben wir in unserer großen proletarischen Kulturrevolution schon große Siege errungen. Aber schwere Kampfaufgaben stehen uns noch bevor. Wir müssen. die Handvoll Leute in der Partei, die oberste Machtpositionen innehaben und den kapitalistischen Weg gehen, politisch, ideologisch und theoretisch gründlich kritisieren und verurteilen. Wir müssen für die Verwirklichung des, großen Bündnisses der proletarischen Revolutionäre weiterarbeiten und uns mit den breitesten Massen und der großen Mehrheit der Kader vereinen. Wir müssen die revolutionäre „Dreierverbindung“ verwirklichen, und in jenen Orten und Dienststellen, wo die Machtergreifung notwendig ist, muß die Macht wirklich in die Hände des Proletariats gelangen. Wir müssen die Bewegung einer umfassenden Kritik mit den Aufgaben „Kampf, Kritik und Umgestaltung“[4] in den eigenen Dienststellen verbinden und diese Aufgaben erfolgreich ausführen. Wir müssen unser Bestes tun, um „die Revolution energisch duchzuführen und die Produktion zu fördern“, damit beim sozialistischen Aufbau die Unternehmen aller Art noch besser gedeihen.

Das Zentralkomitee der Partei ruft alle revolutionären Genossen auf, dieses Dokument gewissenhaft zu studieren. Durch das Studium dieses Dokuments müssen sie sich entsprechend der neuen Lage im gegenwärtigen Kampf und mit Berücksichtigung der seit einem Jahr gemachten Kampferfahrungen weiter mit den Ideen Mao Tse-tungs wappnen, die Theorie, die Linie, den Kurs und die Politik, die Vorsitzender Mao für die große proletarische Kulturrevolution vorgezeichnet hat, besser begreifen und beherrschen und die große proletarische Kulturrevolution bis zu Ende führen.

Die derzeitige große Kulturrevolution ist nur die erste; es werden in der Zukunft unausbleiblich noch mehrere erfolgen. In den letzten paar Jahren sagte Genosse Mao Tse-tung wiederholt: Die Frage, wer wen in der Revolution besiegt, wird erst in einem sehr langen historischen Zeitraum entschieden werden können. Behandelt man diese Angelegenheit nicht richtig, ist es jederzeit möglich, daß der Kapitalismus restauriert wird. Alle Parteimitglieder und das gesamte Volk in unserem Lande dürfen nicht annehmen, daß nach ein oder zwei großen Kulturrevolutionen, oder auch drei oder vier, alles in schönster Ordnung sein werde. Wir müssen uns aufs äußerste in acht nehmen, und unsere Wachsamkeit darf nie nachlassen.


 

Anmerkungen

1. “ Worte des Vorsitzenden Mao Tse-tung“, Verlag für fremdsprachige Literatur, Peking 1967, S. 24

2. Mao Tse-tung, „Rede auf der Landeskonferenz der KP Chinas über Propagandaarbeit“, Verlag für fremdsprachige Literatur, Peking 1967, S. 27.

3. Eine traditionelle chinesische Gesangskunst. D.Übers.

4. „Kampf, Kritik und Umgestaltung“ bedeutet: Gegen jene Leute, die Machtpositionen Innehaben und den kapitalistischen Weg gehen, kämpfen und ihnen einen vernichtenden, Schlag versetzen, die reaktionären bürgerlichen akademischen „Autoritäten“ und die, Ideologie, der Bourgeoisie und aller anderen Ausbeuterklassen kritisieren und verurteilen sowie das Erziehungswesen, Literatur und Kunst sowie alle anderen Teile des Überbaus, die nicht der sozialistischen Wirtschaftsbasis entsprechen, umgestalten.