Über den Marxismus-Leninismus-Maoismus

Kommunistische Partei Peru, 1988
Im Schmelztiegel des Klassenkampfes entstand die Ideologie des internationalen Proletariats als Marxismus, wurde dann zum Marxismus-Leninismus und später zum Marxismus-Leninismus-Maoismus. So hat die allmächtige Ideologie des Proletariats – allmächtig, weil sie wahrhaftig ist – drei Etappen: 1) Marxismus, 2) Leninismus, 3) Maoismus. Diese drei Etappen, Momente oder Marksteine ihres dialektischen Entwicklungsprozesses bilden eine Einheit. Sie sind in den 140 Jahren seit dem „Kommunistischen Manifest“ entstanden und das Ergebnis des heldenhaften Epos des Klassenkampfes, heftiger und fruchtbarer Zweilinienkämpfe in den kommunistischen Parteien selbst und der unschätzbaren Arbeit von Titanen des Denkens und Handelns, die nur die Arbeiterklasse hervorbringen konnte, und unter denen mit Marx, Lenin und Mao Tse-tung drei unvergängliche Glanzlichter hervorragen, großer, darunter drei herausragender Entwicklungssprünge, die uns mit dem unbesiegbaren Marxismus-Leninismus-Maoismus, hauptsächlich Maoismus, von heute bewaffnet haben.

Während jedoch die Allgemeingültigkeit des Marxismus-Leninismus anerkannt ist, wird der Maoismus nicht vollständig als dritte Etappe des Marxismus akzeptiert. Die einen lehnen ihn einfach als solche ab, und andere sind nur bereit, ihn als „Mao-Tse-tung-Gedanken“ anzuerkennen. Das Wesentliche in beiden Fällen ist, daß mit den offensichtlichen Unterschieden, die zwischen den beiden Positionen bestehen, die allgemeingültige Weiterentwicklung des Marxismus durch den Vorsitzenden Mao Tse-tung bestritten wird. Die Nichtanerkennung des „ismus“-Charakters des Maoismus bedeutet, seine Allgemeingültigkeit und folglich seinen Status als dritte, neue und höhere Etappe der Ideologie des internationalen Proletariats zu leugnen und damit den Marxismus-Leninismus-Maoismus, hauptsächlich Maoismus, den wir hochhalten, verteidigen und anwenden.

Um den Maoismus und die Notwendigkeit, für ihn zu kämpfen, besser zu verstehen, erinnern wir uns als Einführung an Lenin. Er lehrte uns, daß in dem Maße, in dem sich die Revolution nach Osten verlagerte, spezifische Bedingungen zum Ausdruck kämen, die zwar nicht die Grundsätze oder Gesetze widerlegten, jedoch neue Probleme aufwürfen, die der Marxismus nicht ignorieren könne, wolle er nicht die Revolution der Gefahr des Scheiterns aussetzen, und daß ungeachtet des Geschreis, das vor allem die vom Liberalismus durchdrungenen, pseudomarxistischen, pedantischen und buchgläubigen Intellektuellen erheben würden, das einzig Richtige sei, den Marxismus auf die konkrete Realität anzuwenden, um neue Situationen und Probleme in Angriff zu nehmen, mit der jede Revolution notwendigerweise konfrontiert wird, und Lösungen zu finden. Das führte zu einem entsetzten Aufschrei von Revisionisten, Opportunisten und Renegaten, die heuchlerisch die „Verteidigung der Ideologie, der Klasse und des Volkes“ proklamierten, und zu blindwütigen Angriffen bornierter Akademiker und Schreiberlinge der alten Ordnung, die sich, verroht durch die bürgerliche Ideologie, aufschwangen, die alte Gesellschaft zu verteidigen, deren Nutznießer sie sind. Darüber hinaus wies Lenin ausdrücklich darauf hin, daß die Revolution im Osten zur noch größeren Verwunderung der Anhänger der altgewohnten Wege, die unfähig sind, das Neue zu sehen, große Überraschungen bereithalte, und legte den Genossen aus dem Osten nahe, Lösungen für die Probleme zu suchen, die der Marxismus bis dahin noch nicht gelöst hatte.

Außerdem sollten wir uns ins Gedächtnis rufen, daß es ebenfalls Opposition gab und Leute auftauchten, die sich zur angeblichen Verteidigung des Marxismus aufschwangen, als der Genosse Stalin vollkommen korrekt vertrat, wir seien in die Etappe des Leninismus als Weiterentwicklung des Marxismus eingetreten. Erinnern wir uns, daß auch vom Leninismus gesagt wurde, er sei nur auf die rückständigen Länder anwendbar. Aber inmitten des Kampfes bewies die Praxis, daß er eine große Weiterentwicklung des Marxismus ist, und die Ideologie des Proletariats glänzte siegreich vor der Welt als Marxismus-Leninismus.

Heute steht der Maoismus einer ähnlichen Situation gegenüber, und so wie sich das Neue und der Marxismus schon immer durch Kampf ihren Weg gebahnt haben, muß sich auch der Maoismus durch Kampf durchsetzen und seine Anerkennung erreichen.

Im Hinblick auf den Kontext in dem sich der Vorsitzende Mao Tse-tung entwickelte und der Maoismus entstand läßt sich folgendes sagen: Das Wirken des Vorsitzenden Mao Tse-tung vollzog sich vor einem internationalen Hintergrund, der gekennzeichnet war durch den Imperialismus, die Weltkriege, die internationale Arbeiterbewegung, die nationalen Befreiungsbewegungen, den Kampf zwischen Marxismus und Revisionismus und die Restauration des Kapitalismus in der UdSSR. Daraus ragen im gegenwärtigen Jahrhundert drei große historische Meilensteine heraus: erstens die Oktoberrevolution von 1917, die das Zeitalter der proletarischen Weltrevolution einleitete, zweitens der Sieg der Revolution in China von 1949, der das Kräfteverhältnis zugunsten des Sozialismus veränderte und drittens die Große Proletarische Kulturrevolution als Fortsetzung der Revolution unter der Diktatur des Proletariats, die 1966 eingeleitet wurde, um den Kurs auf den Kommunismus beizubehalten. Wir sollten uns in Erinnerung rufen, daß der Vorsitzende Mao Tse-tung zwei dieser glorreichen historischen Ereignisse anführte.

Und in China bildete sich der Maoismus zum Zentrum der Weltrevolution heraus in einem Zusammenhang äußerst komplexer Widersprüche, heftigen und blutigen Klassenkampfes, der gekennzeichnet war durch die Bestrebungen der imperialistischen Mächte, China zu zerstückeln und aufzuteilen, des Zusammenbruches des mandschurischen Reiches (1911), der antiimperialistischen Bewegung von 1919, der Aufstände der riesigen Bauernschaft, der zweiundzwanzig Jahre bewaffneten Kampfes der demokratischen Revolution, des großen Kampfes um den Aufbau und die Entwicklung des Sozialismus und zehn Jahre revolutionären Sturms, um inmitten des schärfsten Zweilinienkampfes in der KPCH, speziell gegen den Revisionismus, die Kulturrevolution voranzutreiben, und all das im Rahmen des oben beschriebenen internationalen Panoramas. Aus dieser Fülle historischer Ereignisse stechen vier von außerordentlicher Bedeutung hervor: die Gründung der Kommunistischen Partei Chinas 1921, der Herbsternteaufstand, der 1927 den Weg vom Land in die Stadt eröffnete, die Gründung der Volksrepublik 1949 und die Große Proletarische Kulturrevolution von 1966 bis 1976, bei denen der Vorsitzende Mao Protagonist und vor allem als anerkannter Kopf der chinesischen Revolution höchster Führer war.

Bezüglich der Biographie des Vorsitzenden Mao Tse-tung, der am 26. Dezember 1893 geboren wurde, läßt sich sagen, daß er das Licht der Welt inmitten der Flammen des Krieges erblickte. Er war der Sohn von Bauern und zum Zeitpunkt des „Boxerkrieges“ sieben Jahre alt. Als das Kaiserreich zusammenbrach war er 18 Jahre alt und Lehrerseminarist, schrieb sich als Soldat ein und wurde später großer Organisator der Bauern und der Jugendlichen in seiner Heimatprovinz Hunan. Er war Gründer der Kommunistischen Partei und der Roten Arbeiter- und Bauernarmee, der den Weg der Einkreisung der Städte vom Land her festlegte und den Volkskrieg und damit die Militärtheorie des Proletariats entwickelte, Theoretiker der Neuen Demokratie, der die Volksrepublik gründete, Initiator des Großen Sprungs nach vorn und Impulsgeber der Entwicklung des Sozialismus, führender Kopf des Kampfes gegen den zeitgenössischen Revisionismus von Chruschtschow und seinen Lakaien, Chef und Anführer der Großen Proletarischen Kulturevolution. Das sind die Meilensteine, die ein Leben kennzeichnen, das voll und ganz der Revolution gewidmet war. In diesem Jahrhundert errang das Proletariat drei große Siege: zwei davon sind das Verdienst des Vorsitzenden Mao, und schon einer wäre des Ruhmes genug, doch zwei sind es um so mehr.

Bezüglich des Inhaltes des Maoismus, zweifellos das wichtigste an ihm, möchten wir folgende Hauptpunkte aufführen:

Theorie. Der Marxismus hat drei Teile: die marxistische Philosophie, die marxistische politische Ökonomie und den wissenschaftlichen Sozialismus. Die Weiterentwicklung aller drei Teile führen zu einem großen qualitativen Sprung des Marxismus als Ganzem, mit dem er auf ein höheres Niveau, auf eine neue Stufe gehoben wird. Folglich geht es darum aufzuzeigen, daß der Vorsitzende Mao in Theorie und Praxis einen derart großen qualitativen Sprung hervorgebracht hat. Diese Frage wollen wir in diesem und in den folgenden Punkten, die wir aus Gründen der Darstellung gewählt haben, untersuchen.

Auf dem Gebiet der marxistischen Philosophie entwickelte er das Herzstück der Dialektik, das Gesetz des Widerspruches weiter, indem er aufzeigte, daß es das einzige in allem wirksame Gesetz darstellt. Neben seinem tiefgehenden dialektischen Verständnis der Erkenntnistheorie, deren Mittelpunkt die zwei Sprünge sind, die ihr Gesetz ausmachen (von der Praxis zur Erkenntnis und von dort zurück zur Praxis, wobei der wichtigste Sprung der von der Erkenntnis zur Praxis ist), ist seine meisterhafte Anwendung des Gesetzes des Widerspruches auf die Politik hervorzuheben. Darüber hinaus gab er die Philosophie den Massen zurück und erfüllte damit eine Aufgabe, die Marx hinterlassen hatte.

Auf dem Gebiet der marxistischen politischen Ökonomie wandte der Vorsitzende Mao Tse-tung die Dialektik an, um die Beziehung zwischen Basis und Überbau zu analysieren und in Fortsetzung des Kampfes des Marxismus-Leninismus gegen die revisionistische These von der „Entwicklung der Produktivkräfte“ kam er zu dem Schluß, daß der Überbau, das Bewußtsein, die Basis verändern kann und durch die politische Macht die Produktivkräfte fortentwickelt werden können. Indem er die Idee Lenins aufgriff, daß die Politik der konzentrierte Ausdruck der Ökonomie ist, legte er fest, daß die Politik den Befehlsstand einnimmt (das gilt für alle gesellschaftlichen Bereiche) und die politische Arbeit die Leitlinie der ökonomischen Arbeit darstellt, was eine wirkliche Steuerung der politischen Ökonomie im Gegensatz zur einfachen Wirtschaftspolitik ermöglicht.

Eine Sache, die trotz ihrer Bedeutung für alle, die eine demokratische Revolution durchführen müssen, oft übersehen wird, ist die maoistische These vom bürokratischen Kapitalismus. Das ist der Kapitalismus, der sich in den unterdrückten Nationen herausgebildet hat, die vom Imperialismus unterdrückt werden und wo verschiedene Ausprägungen der Feudalität oder sogar frühere Formen fortbestehen. Der bürokratische Kapitalismus ist vor allem für Asien, Afrika und Lateinamerika ein sehr wichtiges Problem, denn sein Verständnis bestimmt die korrekte Führung der Revolution, da von seiner Konfiszierung die wirtschaftliche Grundlage abhängt, um die sozialistische Revolution als zweite Etappe voranzutreiben.

Am wichtigsten jedoch ist, daß der Vorsitzende Mao die politische Ökonomie des Sozialismus weiterentwickelt hat. Seine Kritik am Aufbau des Sozialismus in der UdSSR ist von außerordentlicher Bedeutung ebenso wie seine Thesen über den Aufbau des Sozialismus in China mit der Landwirtschaft als Grundlage und der Industrie als Leitlinie, der Industrialisierung entsprechend der Richtlinie eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Schwerindustrie, Leichtindustrie und Landwirtschaft mit der Schwerindustrie als Zentrum des Wirtschaftsaufbaus, während gleichzeitig der Leichtindustrie und der Landwirtschaft große Aufmerksamkeit geschenkt werden müssen. Hervorzuheben ist der Große Sprung nach vorn und die Bedingungen seiner Durchführung: erstens die politische Linie, die seinen korrekten Kurs bestimmt, zweitens kleinere, mittlere und große Organisationsformen in entsprechender Anzahl, drittens ein großer Impuls, eine riesige Anstrengung der Massen, um ihn in Gang zu setzen und zu Ende zu führen. Die Ergebnisse des Großen Sprungs nach vorn haben mehr Bedeutung wegen des in Bewegung gesetzten Prozesses und seiner historischen Perspektiven sowie seiner Verbindung mit der Genossenschaftsbewegung auf dem Lande und der Volkskommune als wegen seiner unmittelbaren Ergebnisse. Und schließlich sollten wir beachten, was der Vorsitzende Mao uns über die Objektivität und die Subjektivität beim Verständnis und bei der Handhabung der Gesetze des Sozialismus lehrt, nämlich daß die wenigen Jahrzehnte des Sozialismus nicht ausreichen, um seine vollständige Entwicklung zu sehen und folglich zu einem besseren Verständnis seiner Gesetze und Merkmale zu gelangen, und vor allem wie er die Beziehung zwischen der Revolution und dem wirtschaftlichen Entwicklungsprozeß zusammenfaßt: „Die Revolution anpacken, die Produktion fördern.“ Doch trotz ihrer außerordentlichen Bedeutung wird die Weiterentwicklung der marxistischen politischen Ökonomie durch den Vorsitzenden Mao wenig beachtet.

Auf dem Gebiet des wissenschaftlichen Sozialismus entwickelte der Vorsitzende Mao Tse-tung die Theorie der Klassen weiter, indem er sie unter wirtschaftlichen, politischen und ideologischen Gesichtspunkten analysierte. Er definierte die revolutionäre Gewalt als allgemeingültiges Gesetz ohne Ausnahme und die Revolution als die gewaltsame Ablösung einer Klasse an der Macht durch eine andere, stellte die großartige These auf: „Die Macht kommt aus den Gewehrläufen!“, löste das Problem der Machtergreifung in den unterdrückten Nationen mit dem Weg der Einkreisung der Städte vom Land her und legte seine allgemeinen Gesetze fest. Er gab uns eine glänzende Definition der Theorie des Klassenkampfes im Sozialismus und entwickelte sie weiter, indem er vertrat, daß im Sozialismus der antagonistische Kampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie, zwischen dem sozialistischen und dem kapitalistischen Weg, zwischen Sozialismus und Kapitalismus weitergeht, und noch nicht feststeht, wer wen besiegen wird, sondern dies eine Frage ist, deren Lösung ihre Zeit braucht. Er definierte, daß es einen Prozeß von Restauration und der Gegenrestauration gibt, in dessen Verlauf sich das Proletariat mit der Diktatur des Proletariats endgültig an der Macht konsolidieren wird, und er entdeckte schließlich, und das ist die Hauptsache, die großartige Lösung von historischer Tragweite, die Große Proletarische Kulturrevolution als Fortsetzung der sozialistischen Revolution unter der Diktatur des Proletariats.

Diese grundsätzlichen Fragen, die, auch wenn sie hier praktisch einfach nur aufgezählt werden, doch bekannt und unwiderlegbar sind, beweisen die Weiterentwicklung der Bestandteile des Marxismus durch den Vorsitzenden Mao und die eindeutige Ausweitung des Marxismus-Leninismus auf eine neue, dritte und höhere Etappe, den Marxismus-Leninismus-Maoismus, hauptsächlich Maoismus.

Im folgenden setzen wir unseren zusammenfassenden Überblick fort, indem wir andere spezielle Punkte betrachten, von denen wir meinen, daß sie, obwohl sie sich aus den oben genannten ableiten, zumindest erwähnt werden müssen, um sie hervorzuheben und ihre Bedeutung zu unterstreichen.

Die neue Demokratie. Dabei handelt es sich zunächst einmal um eine Weiterentwicklung der marxistischen Staatstheorie mit der Festlegung von drei Typen der Diktatur: 1. die Diktatur der Bourgeoisie in den alten bürgerlichen Demokratien wie in den Vereinigten Staaten, ein Typ der Diktatur, vom dem die bestehenden Staaten in den unterdrückten Nationen wie den lateinamerikanischen eine Abwandlung bilden, 2. die Diktatur des Proletariats wie in der Sowjetunion oder in China vor der Usurpation der Macht durch die Revisionisten und 3. die Neue Demokratie als gemeinsame Diktatur, deren Grundlage das Bündnis der Arbeiter und Bauern unter der Führung des Proletariats mit der kommunistischen Partei an der Spitze ist und die in China im Verlauf der demokratischen Revolution gebildet wurde und heute in Peru mit den Volkskomitees, den Stützpunktgebieten und der Volksrepublik der Neuen Demokratie in Organisation entsteht. Innerhalb dieser Entwicklung der Staatstheorie muß die wichtige Unterscheidung zwischen Staatssystem als Form der Diktatur der Klasse oder Klassen, die die Macht ausüben, und Regierungssystem, worunter die Organisation für die politische Machtausübung verstanden wird, beachtet werden.

Andererseits liefert der Vorsitzende Mao uns mit der Neuen Demokratie eine seiner herausragendsten Weiterentwicklungen des Marxismus, die bürgerliche Revolution neuen Typs, die nur das Proletariat anführen kann, kurz gesagt, die demokratische Revolution innerhalb der neuen Ära der proletarischen Weltrevolution, in der wir uns befinden, die neudemokratische Revolution, die den Aufbau einer neuen Wirtschaft, einer neuen Politik und einer neuen Kultur einschließt, indem sie die alte Ordnung stürzt und mit der Waffe in der Hand, der einzigen Form, die Welt zu verändern, die neue Ordnung errichtet.

Und schließlich ist es wichtig hervorzuheben, daß die neue Demokratie als demokratische Revolution zwar hauptsächlich demokratische Aufgaben erfüllt, jedoch ergänzend auch einige sozialistische Aufgaben vorwegnimmt. Auf diese Weise bietet sie eine grundsätzliche Lösung des Problems der zwei Etappen der Revolution, der demokratischen und der sozialistischen, wie sie Ländern wie dem unsrigen entsprechen, indem sie garantiert, daß nach Abschluß der demokratischen Etappe die Revolution ohne Zwischenphase und ununterbrochen als sozialistische Revolution fortgesetzt wird.

Die drei Instrumente. Das Problem des Aufbaus der drei Instrumente der Revolution verlangt von der Partei das Verständnis der Beziehung von Partei, Armee und Einheitsfront. Das richtige Verständnis und die Fähigkeit des Aufbaus der drei Instrumente inmitten des Krieges oder in Verteidigung des neuen Staates, der sich auf die Macht des bewaffneten Volkes stützt, ist Ausdruck einer korrekten Führungsarbeit. Der Aufbau wird von dem Prinzip geleitet, daß eine richtige und treffende ideologische Linie alles entscheidend ist und, gestützt auf diese ideologisch-politischen Grundlage, gleichzeitig der organisatorische Aufbau erfolgt, der sich inmitten des Kampfes zwischen der proletarischen und der bürgerlichen Linie und im Sturm des Klassenkampfes vollzieht, vor allem des Krieges als der Hauptform des Kampfes, unabhängig davon, ob er bereits begonnen hat oder sich in Vorbereitung befindet.

Bezüglich des Aufbaus der Partei geht der Vorsitzende Mao von der Notwendigkeit einer kommunistischen Partei neuen Typs aus, einer Partei des Proletariats, die wir heute als marxistisch-leninistisch-maoistische Partei bezeichnen würden, eine Partei, deren Ziel es ist, die Macht zu erobern und zu verteidigen, weshalb sie untrennbar mit dem Volkskrieg verbunden ist, sei es, um ihn zu beginnen, weiter zu entwickeln oder zur Verteidigung einzusetzen, eine Partei, die sich auf die Volksmassen stützt, sei es durch den Volkskrieg, der ein Krieg der Volksmassen ist, sei es durch die Einheitsfront, die sich als Bündnis von Klassen auf die Mehrheit der Massen stützt. Die Partei entwickelt und verändert sich entsprechend der Etappen und Perioden der Revolution, und der Motor für ihre Entwicklung ist der Widerspruch, der sich in ihrer Mitte als Kampf zweier Linien im wesentlichen zwischen der proletarischen und der bürgerlichen oder allgemein nicht proletarischen Linie und hauptsächlich gegen den Revisionismus konkretisiert. Das führt zur entscheidenden Bedeutung der Ideologie im Leben der Partei und der Durchführung von Ausrichtungskampagnen, die dazu dienen, das ganze Organisationssystem und die Parteimitglieder an der richtigen und korrekten ideologischen und politischen Linie auszurichten, damit die proletarische Linie vorherrscht und die Führung der Partei fest in ihrer Hand bleibt. Die Partei dient der Errichtung der Macht des Proletariats sowohl als führende Klasse in der Neuen Demokratie als auch – und das ist die Hauptsache – bei der Errichtung der Diktatur des Proletariats, ihrer Stärkung und Weiterentwicklung, um mittels Kulturrevolutionen das große Endziel zu erobern, den Kommunismus. Darum muß die Partei dazu kommen, eine allumfassende Führung auszuüben.

Die revolutionäre Armee ist eine Armee neuen Typs, d.h., eine Armee zur Erfüllung der politischen Aufgaben, die die Partei entsprechend der Interessen des Proletariats und des Volkes festlegt. Diese Eigenschaft kommt in ihren drei Aufgaben zum Ausdruck: kämpfen, produzieren, um nicht zur Last für das Volk zu werden, und Mobilisierung der Massen. Es ist eine Armee, die sich auf einen politischen Aufbau ausgehend von der Ideologie des Proletariats, dem Marxismus-Leninismus-Maoismus (heute) und auf die politische und militärische Generallinie stützt, die die Partei festlegt. Es ist eine Armee, deren Stärke die Menschen und nicht auf die Waffen sind, eine Armee, die sich aus den Massen hervorgeht und jederzeit mit ihnen verbunden ist und ihnen von ganzem Herzen dient. Das erlaubt es ihr, sich in ihrer Mitte wie ein Fisch im Wasser zu bewegen. Der Vorsitzende Mao stellte fest, daß ohne eine Volksarmee das Volk nichts erreichen wird, während er gleichzeitig auf die Notwendigkeit der absoluten Kontrolle der Partei über die Armee hinwies und den wichtigen Grundsatz festlegte: Die Partei kommandiert die Gewehre, und niemals werden wir zulassen, daß die Gewehre die Partei kommandieren. Außerdem definierte er die Grundsätze und Normen für den Aufbau der Armee neuen Typs. Er rief dazu auf, Maßnahmen zu treffen, um der Usurpation ihrer Führung durch einen konterrevolutionären Putsch vorzubeugen und zu verhindern, daß sie für die kapitalistische Restauration benutzt wird, und indem er Lenins These über die Volksmiliz weiterentwickelte, trieb er die allgemeine Bewaffnung des Volkes weiter voran als irgend jemand vor ihm und wies so den Weg zum Meer der bewaffneten Massen, das uns zur endgültigen Emanzipation des Volkes und des Proletariats führen wird.

Es ist der Vorsitzende Mao, der zum ersten Mal eine vollständige Theorie der Einheitsfront entwickelt und ihre Gesetze festlegt. Sie ist eine Front, die sich auf das Bündnis der Arbeiter und Bauern stützt, um die Hegemonie des Proletariats in der Revolution zu garantieren, eine Front der sozialen Klassen unter Führung des Proletariats, das durch die kommunistische Partei repräsentiert wird, kurz gesagt, eine Einheitsfront unter der Führung der kommunistischen Partei, eine Einheitsfront für den Volkskrieg, für die Revolution, für die Eroberung der Macht zum Wohle des Proletariats und des Volkes. Damit ist die Einheitsfront konkret die Zusammenfassung der revolutionären gegen die konterrevolutionären Kräfte, um bewaffnet und hauptsächlich mit dem Volkskrieg den Kampf zwischen Revolution und Konterrevolution zu führen. Es liegt auf der Hand, daß die Einheitsfront im Verlauf der Revolution nicht immer gleich ist, und darüber hinaus gemäß der verschiedenen Perioden jeder Etappe der Revolution ihre Besonderheiten hat. Des weiteren ist die Einheitsfront für die konkrete Revolution in einem Land nicht identisch mit der weltweiten Einheitsfront, obwohl beide den gleichen allgemeinen Gesetzen unterworfen sind. Abgesehen davon ist es wichtig, das Verhältnis zwischen Einheitsfront und Staat hervorzuheben, wie es der Vorsitzende Mao festlegt. Im Verlauf des Widerstandskrieges gegen Japan führte er aus, daß die Einheitsfront eine Art gemeinsamer Diktatur ist, ein Problem, das speziell von uns, die wir es mit demokratischen Revolutionen zu tun haben, besonders studiert zu werden verdient.

Der Volkskrieg ist die Militärtheorie des internationalen Proletariats. In ihr sind zum ersten Mal in systematischer und vollständiger Form die theoretische und praktische Erfahrung der vom Proletariat geführten Kämpfe, militärischen Aktionen und Kriege und die lang andauernde Erfahrung des bewaffneten Volkskampfes und vor allem des Bauernkrieges in China zusammengefaßt. Die Arbeiterklasse erhält durch den Vorsitzenden Mao ihre Militärtheorie. Über diese Frage gibt es jedoch viel Verwirrung und Unverständnis, angefangen mit der Bewertung des Volkskrieges in China. Im allgemeinen wird er abwertend und despektierlich als einfacher Partisanenkrieg betrachtet. Schon diese Tatsache beweist das mangelnde Verständnis des strategischen Charakters, den der Partisanenkrieg durch den Vorsitzenden Mao erhält. Doch außerdem wird der Entwicklungsprozeß des Partisanenkrieges nicht verstanden, wie er, ausgehend von seinem Grundmerkmal der Beweglichkeit, immer größere Mobilität entwickelt und zum Bewegungskrieg und Stellungskrieg wird bis hin zu großen Plänen der strategischen Offensive und der Eroberung kleiner, mittlerer und großer Städte mit Millionen von Einwohnern, indem er den Angriff von außen mit dem Aufstand von innen verbindet. So zeigen die vier Perioden der chinesischen Revolution vom Agrarkrieg über den Widerstandskrieg gegen Japan bis zum Volksbefreiungskrieg, die verschiedenen Facetten und komplexen Probleme des revolutionären Krieges, der mehr als 20 Jahre lang inmitten einer riesigen Bevölkerung und mit einer immensen Mobilisierung und Teilnahme der Massen geführt wurde. In diesem Krieg gibt es die unterschiedlichsten Formen, die – und das ist die Hauptsache – der Vorsitzende Mao hervorragend analysiert und dessen Prinzipien, Gesetze, Strategie, Taktik, Normen etc. er meisterhaft festgelegt hat. Auf der Grundlage der Erkenntnisse des Marxismus-Leninismus entwickelt der Vorsitzende Mao in diesem beispiellosen Schmelztiegel die Militärtheorie des Proletariats, den Volkskrieg.

Wir sollten insbesondere beachten, daß der Vorsitzende Mao später, als ihm die Existenz von Atombomben und Raketen bekannt und China bereits selbst in ihrem Besitz war, weiterhin die Notwendigkeit des Volkskrieges vertrat und ihn weiterentwickelte für die neuen Bedingungen von Atomwaffen und für den Krieg gegen imperialistische Mächte und Supermächte. Folglich ist der Volkskrieg die Waffe des Proletariats und des Volkes, um selbst Atomkriegen entgegen zu treten.

Ein entscheidendes Problem ist das Verständnis der Allgemeingültigkeit des Volkskrieges und der daraus folgenden Anwendung unter Berücksichtigung der verschiedenen Typen der Revolution und den besonderen Bedingungen einer jeden Revolution. Es dient dem Verständnis dieses Problems, in Betracht zu ziehen, daß sich ein Aufstand wie der von Petersburg nicht wiederholt hat; ferner sollten wir uns die Erfahrungen des antifaschistischen Widerstandes und der europäischen Partisanen im zweiten Weltkrieg in Erinnerung rufen und die bewaffneten Kämpfe, die sich gegenwärtig in Europa entwickeln, untersuchen. Und letztendlich müssen wir auch sehen, daß die Oktoberrevolution nicht nur ein Aufstand, sondern ein revolutionärer Krieg war, der mehrere Jahre andauerte. Folgerichtig kann die Revolution in den imperialistischen Ländern nur als revolutionärer Krieg konzipiert werden, und das ist heute der Volkskrieg.

Schließlich müssen wir als Kommunisten und Revolutionäre, als Teil des Volkes und des Proletariats, uns heute mehr denn je folgenden Satz zu eigen machen: „Jawohl, wir sind Anhänger der Theorie von der Allmacht des revolutionären Krieges und das ist nicht schlecht, sondern gut, das ist marxistisch.“  Das bedeutet, wir müssen begreifen, daß der Volkskrieg unbesiegbar ist.

Die Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus durch den Vorsitzenden Mao mit der größten Tragweite ist in historischer Perspektive die Große Proletarische Kulturrevolution. Sie ist die Lösung des großen, bis dahin anhängigen Problems der Fortsetzung der Revolution unter der Diktatur des Proletariats und stellt „in der Entwicklung der sozialistischen Revolution unseres Landes ein neues Stadium dar …, das noch tiefer und weiter als das vorangegangene ist“.

Wie war die Lage am Vorabend der Kulturrevolution? Im Beschluß des Zentralkomitees der kommunistischen Partei Chinas über die Große Proletarische Kulturrevolution vom 8. August 1966 heißt es: „Obwohl die Bourgeoisie gestürzt worden ist, versucht sie immer noch, die alten Ideen, die alte Kultur, die alten Sitten und Gebräuche der Ausbeuterklassen zu verwenden, um die Massen zu korrumpieren, ihre Herzen zu gewinnen und das Ziel der Restauration mit allen Kräften zu erreichen. Das Proletariat muß genau das Gegenteil tun: Es muß jeder Herausforderung der Bourgeoisie auf ideologischem Gebiet hartnäckig begegnen und neue Ideen, eine neue Kultur, neue Sitten und Gebräuche des Proletariats anwenden, um das geistige Antlitz der gesamten Gesellschaft zu ändern. Gegenwärtig besteht unser Ziel darin, gegen die kapitalistischen Machthaber zu kämpfen und sie niederzuschlagen, die reaktionären bürgerlichen akademischen ‘Autoritäten’ und die Ideologie der Bourgeoisie und aller Ausbeuterklassen zu kritisieren und zu verurteilen sowie die Erziehung, Literatur und Kunst und alle anderen Teile des Überbaus, die nicht der sozialistischen Wirtschaftsbasis entsprechen, umzuformen, damit die Konsolidierung und Entwicklung des sozialistischen Systems gefördert werden.“

Unter diesen Bedingungen fand der durchgreifendste politische Prozeß und die größte Massenmobilisierung statt, die die Erde je gesehen hat. Deren Ziele definierte der Vorsitzende Mao so: „Die Große Proletarische Kulturrevolution ist absolut notwendig und wird genau zur rechten Zeit durchgeführt, um die Diktatur des Proletariats zu festigen, die Restauration des Kapitalismus zu verhüten und den Sozialismus aufzubauen.“

Außerdem möchten wir zwei Dinge hervorheben: 1. Die Große Proletarische Kulturrevolution setzt einen Markstein in der Entwicklung der Diktatur des Proletariats im Hinblick auf die Festigung der politischen Macht des Proletariats, die sich konkret in den Revolutionskomitees ausdrückte, und 2. die Restauration des Kapitalismus in China nach dem konterrevolutionären Putsch von 1976 widerlegt nicht die Bedeutung der Großen Proletarischen Kulturrevolution, sondern ist schlicht Teil des Kampfes zwischen Restauration und Gegenrestauration, und zeigt uns im Gegenteil die weitreichende historische Bedeutung der Großen Proletarischen Kulturrevolution für den unaufhaltsamen Marsch der Menschheit zum Kommunismus.

Weltrevolution. Der Vorsitzende Mao betont die Bedeutung der Weltrevolution als einheitlicher Prozeß und geht davon aus, daß die Revolution Haupttendenz ist, während sich der Zerfall des Imperialismus jeden Tag stärker ausdrückt. Er hebt die Rolle der Massen hervor, die Jahr für Jahr zahlenmäßig anwachsen und deren unaufhaltsame verändernde Kraft sich bemerkbar macht und in Zukunft noch stärker bemerkbar machen wird, und bestätigt die große Wahrheit, daß wir entweder alle in den Kommunismus eintreten werden oder niemand. Innerhalb dieser spezifischen Perspektive bestimmt er in der Epoche des Imperialismus den große historischen Moment der „nächsten 50 bis 100 Jahre“ und innerhalb dieser Epoche die Periode des Kampfes gegen den US-Imperialismus und den sowjetischen Sozialimperialismus, Papiertiger, die sich um die Weltherrschaft streiten und die die Welt mit einem Atomkrieg bedrohen, der zum einen verurteilt werden muß und auf den man sich zum anderen vorausschauend vorbereiten muß, um ihm den Volkskrieg entgegenzusetzen und die Revolution zu machen. Auf der anderen Seite stellt der Vorsitzende Mao seine These der „drei Welten“ auf, indem er von der historischen Bedeutung der unterdrückten Nationen und vor allem ihrer Perspektive sowie von den ökonomischen und politischen Beziehungen, die sich aus dem Zerfallsprozeß des Imperialismus ergeben, ausgeht. All das führt zur Notwendigkeit, die Strategie und Taktik der Weltrevolution zu entwickeln. Bedauerlicherweise wissen wir wenig oder fast gar nichts über die Schriften und Ausführungen des Vorsitzenden Mao über diese wichtigen Fragen. Doch das Wenige, das wir kennen, zeigt die großen Perspektiven, die er sah, und die groben Richtlinien, denen wir folgen müssen, um die proletarische Weltrevolution zu verstehen und ihr zu dienen.

Überbau, Ideologie, Kultur, Erziehungswesen. Diese und ähnliche Probleme wurden vom Vorsitzenden Mao detailliert und tiefgehend untersucht und gelöst. Daher ist dies ein weiterer Punkt, der Aufmerksamkeit verdient.

Wir kommen zu der Erkenntnis, daß die Inhalte der hier dargestellten elementaren Fragen jedem, der bereit ist, sich damit auseinander zu setzen und sie zu verstehen, überzeugend beweisen, daß wir es mit einer dritten, neuen und höheren Etappe des Marxismus zu tun haben, dem Maoismus, und daß heute Marxist sein heißt, Marxist-Leninist-Maoist, hauptsächlich Maoist sein.

Das oben Dargestellte führt zu zwei Fragen:

Was ist das Grundlegende des Maoismus? Das Grundlegende des Maoismus ist die Macht,  die Macht für das Proletariat, die Macht für die Diktatur des Proletariats, die Macht, gestützt auf eine Streitkraft unter der Führung der kommunistischen Partei. Das heißt explizit: 1. die Macht unter der Führung des Proletariats in der demokratischen Revolution, 2. die Macht für die Diktatur des Proletariats in der sozialistischen und der Kulturrevolution, 3. die sich auf eine Streitkraft unter Führung der Kommunistischen Partei stützt und mit dem Volkskrieg erobert und verteidigt wird.

Und was ist der Maoismus? Der Maoismus ist die Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus zu einer dritten, neuen und höheren Etappe im Kampf um die proletarische Führung der demokratischen Revolution, die Entwicklung des sozialistischen Aufbaus und die Fortsetzung der Revolution als proletarische Kulturrevolution unter der Diktatur des Proletariats in einer Epoche, in der sich inmitten der komplexesten und größten bis heute erlebten Kriege und des unerbittlichen Kampfes gegen den zeitgenössischen Revisionismus der Zerfall des Imperialismus beschleunigt und die Revolution die Haupttendenz der Geschichte ist.

Über den Kampf um den Maoismus. Kurz gefaßt begann der Kampf um die Durchsetzung der Mao-Tse-tung-Gedanken in China im Jahre 1935 in der Versammlung von Tsunyi,  wo der Vorsitzende Mao die Führung der Kommunistischen Partei Chinas übernahm. 1945 beschloß der VII. Parteitag, daß die KPCH sich vom Marxismus-Leninismus und den Mao Tse-tung-Ideen leiten läßt, eine Spezifizierung, die vom VIII. Parteitag unterdrückt wurde, denn in ihm herrschte eine rechte Linie vor. Der IX. Parteitag von 1969 faßte die Große Proletarische Kulturrevolution zusammen und sanktionierte, daß sich die KPCH vom Marxismus-Leninismus-Mao-Tse-tung-Gedanken leiten läßt. Bis dahin kam man.

Auf internationaler Ebene gewann der Maoismus seit den 50ziger Jahren an Einfluß, doch es ist mit der Großen Proletarischen Kulturrevolution, daß er große Verbreitung fand und sein Ansehen enorm stieg und der Vorsitzende Mao als Chef der Weltrevolution und Begründer einer neuen Etappe des Marxismus-Leninismus anerkannt wurde. So übernahmen eine große Zahl von kommunistischen Parteien die Bezeichnung Marxismus-Leninimus-Mao-Tse-tung-Gedanken. International bekämpfte der Maoismus offen und unerbittlich den zeitgenössischen Revisionismus und entlarvte ihn ebenso wie in den Reihen der KPCH selbst gründlich und überzeugend, wodurch die große rote Fahne des Vorsitzenden Mao sich um so höher erhob und zur dritten, neuen und höheren Etappe der Ideologie des internationalen Proletariats wurde. Heute ist der Maoismus dem dreifachen Angriff des sowjetischen, chinesischen und albanischen Revisionismus ausgesetzt und selbst unter denen, die die großen Beiträge des Vorsitzenden Mao oder sogar die Weiterentwicklung des Marxismus durch ihn anerkennen, denken einige, daß wir uns immer noch in der Etappe des Marxismus-Leninismus befinden, und Andere erkennen nur Mao-Tse-tung-Gedanken an, jedoch nicht den Maoismus.

In unserem Land griffen und greifen logischerweise die Revisionisten, die dem Zepter ihrer verschiedener Herren Gorbatschow, Teng, Alía oder Castro folgen, den Maoismus blindwütig an. Unter ihnen verurteilen, entlarven und bekämpfen wir insbesondere den eingefleischten Revisionismus Del Prados und seiner Clique, der sogenannten „Peruanischen Kommunistischen Partei“, die Hinterhältigkeit der selbsternannten „Kommunistischen Partei Perus, Patria Roja“, die sich erst als große „Maoisten“ aufspielten, um dann zu Lakaien Tengs zu werden, nachdem sie ihn bei seinem zweiten Sturz 1976 verurteilt hatten, den Anti-Maoismus der „Izquierda Unida“ (Vereinigten Linken), in der sich alle Revisionisten aller Schattierungen von falschen Marxisten und Opportunisten bis hin zu Leuten mit antimarxistischen Positionen tummeln. Es ist eine unumgängliche und unverzichtbare Aufgabe von strategischem Charakter, den Maoismus zur Entlarvung der Revisionisten zu benutzen, um sie im Dienste der Entwicklung des Volkskrieges und des Triumphs der voranschreitenden demokratischen Revolution unerbittlich zu bekämpfen.

In der Kommunistischen Partei Perus griff die vom Vorsitzenden Gonzalo geleitete Fraktion, die den Wiederaufbau der Partei betrieb, im Jahre 1966 den Marxismus-Leninismus-Maoismus auf. 1979 beschloß die Partei die Losung: „Den Marxismus-Leninismus-Mao-Tse-tung-Gedanken hochhalten, verteidigen und anwenden!“, und 1981 verabschiedete sie die Parole „Auf zum Maoismus!“  1982 erkannte sie den Maoismus als Bestandteil und Weiterentwicklung der Ideologie des internationalen Proletariats an und übernahm die Bezeichnung Marxismus-Leninismus-Maoismus. Durch den Volkskrieg haben wir die Bedeutung des Maoismus besser verstanden und gaben das feierliche Versprechen, „den Marxismus-Leninismus-Maoismus, hauptsächlich Maoismus hochzuhalten, zu verteidigen und anzuwenden!“ und in unermüdlichem Einsatz dazu beizutragen, daß er das Kommando und die Führung der Weltrevolution übernimmt, denn er ist das einzige wirklich rote, unvergängliche Banner, die Garantie des Triumphs für das Proletariat, die unterdrückten Nationen und die Völker der Welt auf dem unaufhaltsamen Vormarsch ihrer eisernen Legionen zum goldenen Zeitalter des für immer strahlenden Kommunismus.